Anne Frank Tag – die SchülerInnen der 9c gestalten einen eindrucksvollen Gedenktag
Das Dreilinden-Gymnasium hat in diesem Jahr erstmalig am Anne Frank Tag teilgenommen. Dieser bundesweite Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus fand am 12. Juni 2026 zum zehnten Mal in Folge statt, ...
Anne Frank Tag – die SchülerInnen der 9c gestalten einen eindrucksvollen Gedenktag
Das Dreilinden-Gymnasium hat in diesem Jahr erstmalig am Anne Frank Tag teilgenommen. Dieser bundesweite Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus fand am 12. Juni 2026 zum zehnten Mal in Folge statt, das Datum begründet sich auf Anne Franks Geburtstag.
Anne, deren Familie aus Deutschland vor den Nationalsozialisten in die Niederlande geflüchtet war, bekam das später berühmt gewordene Tagebuch am 12. Juni 1942 zu ihrem 13. Geburtstag, nur wenige Wochen, bevor die Familie sich in Amsterdam im Hinterhaus eines Geschäftshauses versteckte, bis sie am 4. August 1944 entdeckt und deportiert wurde. Anne und ihre Schwester Margot starben im Konzentrationslager Bergen-Belsen, die Mutter, Edith Frank, in Auschwitz.
Als einziger Überlebender der vierköpfigen Familie veröffentlichte der Vater, Otto Frank, Annes Tagebuch zuerst im Jahre 1947 in Amsterdam.
Anne hat ihr Tagebuch in niederländischer Sprache verfasst. Sie träumte davon, Schriftstellerin zu werden.
Die Klasse 9c hat sich mit ihrem Werk intensiv beschäftigt und das Tagebuch unter folgenden Aspekten untersucht: Wie gestaltete sich das Zusammenleben der Familie Frank mit einer weiteren, ebenfalls im Hinterhaus versteckten Familie? Wer waren ihre Helfer? Wie schildert Anne das Verhältnis zu ihren Eltern und zu ihrer Schwester Margot? Wie thematisiert sie ihre pubertäre Entwicklung und die Beziehung zu Peter, dem Sohn der anderen Familie? Mit welchen Stimmungen hat Anne zu kämpfen? Wie gelingt es ihr, seelisch die räumliche Gefangenschaft zu bewältigen? Woraus schöpft sie Zuversicht und Mut? Und wie wirken sich Kriegsverlauf und Politik auf die Situation im Hinterhaus aus?
Die SchülerInnen der 9c haben durch intensive Textlektüre und Analyse Antworten auf diese Fragen textnah erarbeitet und ihre Ergebnisse auf Plakaten dargestellt.
Die Ausstellung wurde am 12. Juni 2026 von Herrn Stiller im Foyer eröffnet.
Besonders gefreut haben wir uns, in diesem Zusammenhang auch den Brief von Frau Miriam Harel, einer Zeitzeugin und Holocaustüberlebenden, die Anne Frank persönlich gekannt hat, präsentieren zu dürfen. Die SchülerInnen haben Miriam Harel in einer Videokonferenz kennengelernt und konnten einen sehr persönlichen Briefwechsel mit ihr führen. Wir sind sehr dankbar für diese Erfahrung und freuen uns, die Erinnerung weiterleben zu lassen.
Frau Dannenberg, Deutschlehrerin 9c