Hochschulreife mit Profil

Die optimale Förderung der Stärken von Schüler*innen ist die Grundvoraussetzung für die Herausbildung eines eigenen Profils und somit für einen erfolgreichen Weg nach der Schule. Daher bietet unser Gymnasium den Schüler*innen verschiedene Möglichkeiten, ihre eigenen Fähigkeiten konsequent auszubilden. Zur Wahl stehen unseren Schüler*innen mit Eintritt in die siebente Klasse das mathematisch-naturwissenschaftliche und das bilinguale (deutsch-Englisch) Profil, um schon frühzeitig das eigene Profil zu schärfen. Zudem gibt es mit den sogenannten Flexklassen die Möglichkeit, sich erst nach der achten Klasse für eine Profilierung zu entscheiden.

Die mathematisch-naturwissenschaftliche Profilierung

In unserem mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig wollen wir die mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen und die analytischen Fähigkeiten unserer Schüler*innen in besonderem Maße fördern und entwickeln und nehmen uns dafür auch die nötige Zeit.

Zu den Schwerpunkten

Zu den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern

Voraussetzung

Grundschüler*innen, die in die mathematisch-naturwissenschaftlichen Klassen wechseln möchten, sollten gute Vorkenntnisse im Fach Mathematik besitzen, sich für den naturwissenschaftlichen Bereich besonders interessieren und bereit sein, täglich für diese Fächer zu arbeiten. Denn in der 7. und 8. Jahrgangsstufe wird Mathematik im Umfang von fünf Wochenstunden unterrichtet, um die Fähigkeiten der Schüler*innen intensiv zu fördern.

Sekundarstufe I

Die Struktur des Zuges in der Sekundarstufe I ist so angelegt, dass neben dem verstärkten Mathematikunterricht in den Klassen 7 und 8 auch die Naturwissenschaften Physik, Chemie und Biologie durchgängig und im Vergleich zum bilingualen Zug mit zum Teil erhöhter Stundenzahl unterrichtet werden. Damit wird eine solide mathematisch-naturwissenschaftliche Grundausbildung ermöglicht, die den Schüler*innen eine hervorragende Voraussetzung verschafft, um den Weg zum Abitur durch eine vertiefende mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung in der Sekundarstufe II mit der Wahl von Leistungskursen in Mathematik oder einer der Naturwissenschaften erfolgreich zu beschreiten. 

Wahlpflichtfächer

Darüber hinaus wird das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil durch ein attraktives Angebot von Wahlpflichtfächern und Arbeitsgemeinschaften unterstützt.

In der Klassenstufe 8 wird das Wahlpflichtfach Naturwissenschaften angeboten, in dem Naturphänomene fächerverbindend wie auch aus den jeweiligen Blickwinkeln der Physik, der Chemie und der Biologie untersucht werden.

In der Klassenstufe 9 steht darüber hinaus auch das Wahlpflichtfach Astronomie zur Auswahl.

In den Klassenstufen 9 und 10 bieten wir das Wahlpflichtfach Informatik an.

Die bilinguale Profilierung (Deutsch/Englisch)

Seit dem Jahr 2000 haben wir einen bilingualen Zug Deutsch – Englisch eingerichtet, der sich an Schülerinnen und Schüler mit Englisch als erster Fremdsprache richtet, die ein besonderes Interesse daran haben, intensive Fähigkeiten in Englisch zu erwerben. Mit diesem Zug tragen wir den gestiegenen Anforderungen an Fremdsprachenlerner in einer internationalisierten, globalen Welt Rechnung.

Zu den Schwerpunkten

Zum Fach Englisch

Ziele

Ziel ist es, Englisch als vertraute Arbeitssprache zu vermitteln, sodass die Schüler*innen

  • sich in beruflichen Situationen sicher in der Fremdsprache bewegen, sich ggf. höher qualifizieren können,
  • in fachlichen Zusammenhängen sicher mit der Fremdsprache umgehen können,
  • in fremdsprachlichen Gesellschaften leben können und
  • interkulturell gebildet sind.

Sekundarstufe I und II

Der bilinguale Zug bietet einen klar strukturierten Bildungsgang von Klasse 7 bis zum Abitur, der die Fremdsprache so vielfältig und kontinuierlich wie möglich im Stundenplan verankert. Der Erfolg der Arbeit im bilingualen Zug zeigt sich durch die überdurchschnittlichen Leistungen der Schüler*innen in den Vergleichsarbeiten (Vera 8) und den zentralen Prüfungen (MSA und Abitur). Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Schullaufbahn erhalten die Schüler*innen zusätzlich zu ihrem Abiturzeugnis ein spezielles Zertifikat über den Besuch des biligualen Bildungsganges.

Wahlpflichtfächer

Darüber hinaus wird das bilinguale Profil durch ein attraktives Angebot von Wahlpflichtfächern unterstützt.

In der Klassenstufe 8 werden die Wahlpflichtfächer "Geschichte in englischer Sprache" und "politics" angeboten, in dem historische und politische Probleme, insbesondere auch aus dem United Kingdom, in englischer Sprache thematisiert und analysiert werden.

In der Klassenstufe 9 steht darüber hinaus auch das Wahlpflichtfach "Natural Science" zur Auswahl, in dem auf englischer Sprache fächerverbindend Phänomene der Naturwissenschafte untersucht werden.

Certilingua

Von besonderer Bedeutung ist die seit 2009 bestehende Certilingua-Akkreditierung des Dreilinden-Gymnasiums, die zurzeit nur acht Schulen in Berlin besitzen. Für besonders begabte und leitungsbereite Schüler*innen besteht die Möglichkeit, durch den Erwerb eines international anerkannten Zertifikats das hohe Niveau der erworbenen Fremdsprachenkenntnisse und der durchlaufenen Vorbereitung auf eine wirtschaftlich und kulturell zusammenwachsende Welt zu bescheinigen. Das Certilingua-Zusatzzertifikat zum Abitur, das als „Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen“ gilt, ermöglicht den Absolvent*innen den Zugang zu internationalen Studiengängen und erleichtert ihnen die Orientierung in der internationalen Arbeitswelt. Auch werden Schüler*innen mit einem Certilingua-Zertifikat von Sprachprüfungen für den internationalen Hochschulzugang befreit, da Sie im Falle des erfolgreichen Zertifizierungsprozesses am Dreilinden-Gymnasium bereits grundlegende Bedingungen erfüllen.

Derzeit nehmen neben zwölf der 16 Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland die Länder Österreich, Belgien, Tschechien, Frankreich, Estland, Italien, Russland und Schweden an dem Projekt teil.

Die Flexklassen - der variable Weg zwischen den Profilen

Neben der mathematisch-naturwissenschaftlichen (a-Klassen) und der bilingualen (c-Klassen) Profilierung bietet das Dreilinden-Gymnasium seinen Schüler*innen zusammen mit ihren Eltern, wenn gewünscht, eine flexible Wahlmöglichkeit aus beiden Profilen. In den b-Klassen, auch Flex-Klassen genannt, können somit beide Profile zur Geltung kommen. Für den Stundenplan bedeutet dies, dass die Schüler*innen der b-Klassen in Jahrgangsstufe 7 eine Stunde Englisch und eine Stunde Biologie mehr als im Basis-Stundenplan für Berliner Gymnasien erhalten. Beide Profile sind also hier gleichberechtigt angelegt.

Ob der Weg dann bilngual oder mathematisch-naturwissenschaftlich weitergeht, entscheidet sich durch die Zuwahl von zwei, jeweils zweistündigen Wahlpflichtkursen ab Klasse 8 bis Klasse 10. Werden pro Jahrgang zwei auf Englisch unterrichtete Kurse hinzugewählt (z.B. Law und Science) gilt der Weg als bilingual. Werden zwei mathematisch-naturwissenschaftliche Kurse ausgewählt  (z.B. Naturwissenschaften oder Science) gehen die Schüler*innen diesen Profilweg weiter.

Es ist auch möglich Zusatzkurse ohne Profilbindung zu wählen (z.B. Jugendliteratur, Künstlerisches Arbeiten, Sport und Ernährung). Dann wird allerdings kein Profilweg auf dem Zeugnis vermerkt.

In den ersten beiden Jahren, in denen dieses neue, von der gesamten Schulgemeinschaft entwickelte und einstimmig beschlossene neue Flex-Klassen-Modell ins Profil der Schule integriert wurde, wählten ungefähr ein Drittel aller Eltern dieses Modell für ihre Kinder.

SESB – fifty-fünfzig Unterricht in Deutsch und Englisch

Das Dreilinden-Gymnasium startet mit dem Schuljahr 2021/22 mit einer Klasse in die Welt der staatlichen Europaschulen Berlins (SESB). In Europaschul-Klassen werden an gegenwärtig 32 Standorten Kinder auf deutsch und in einer Partnersprache unterrichtet. Für das Dreilinden-Gymnasium ist diese Partnersprache Englisch. Die Schulfächer werden aufgeteilt in Fächer, die durchgehend auf Deutsch und durchgehend auf Englisch unterrichtet werden – fair fifty-fifty/fünfzig-fünfzig.

Die Schülerschaft setzt sich vorrangig aus Schüler*innen zusammen, die bereits in der ersten Klasse einer SESB-Grundschule gestartet sind. Hinzukommen gegebenenfalls per Aufnahmetest ermittelte Quereinsteiger. In der Klassenzusammensetzung sollen muttersprachliche Kinder beider Partnersprachen den gleichen Anteil haben, für die Lehrkräfte gilt nach Möglichkeit ein ähnlicher Anteil. Das Abitur wird nach deutschem Recht abgelegt.